Scoby: Wachstum, Pflege & LagerungAktualisiert an hour ago
Der Teepilz schwimmt nicht oben – ist das schlimm?
Nein, überhaupt nicht. Der Scoby verhält sich von Ansatz zu Ansatz unterschiedlich – manchmal schwimmt er oben, manchmal hängt er senkrecht im Glas, manchmal sinkt er auf den Grund. All das ist völlig normal und kein Hinweis auf einen schlechten Ansatz. Wenn der Teepilz auf den Grund sinkt, bildet sich oben auf der Flüssigkeit in der Regel ein neuer Ableger – also eher ein gutes Zeichen.
Was muss ich beachten, sobald mein Teepilz ankommt?
Unsere Kulturen sind lebendig – sie können nicht unbegrenzt ohne Nährstoffe auskommen. Sobald dein Paket ankommt, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du setzt ihn direkt nach der beiliegenden Anleitung an, oder du lagerst ihn kurzfristig im Kühlschrank, bis du Zeit hast. Warte aber nicht zu lange – frisch angesetzt funktioniert er am besten.
Mein Scoby wächst nicht mehr – was tun?
Die häufigste Ursache: Der Ansatz wurde mit zu heißem Wasser gemacht. Heißes Wasser tötet die Mikroorganismen ab und sie können sich nicht mehr vermehren. In diesem Fall empfehlen wir, mit einem neuen Scoby und frischer Ansatzflüssigkeit neu zu starten. Wenn du aber alles nach Anleitung gemacht hast, braucht der Scoby manchmal einfach etwas mehr Zeit – gib ihm ein paar Tage.
Neuer Scoby ist sehr dünn oder ungleichmäßig gewachsen
Das ist kein Problem. Ein Scoby muss kein Schönheitswettbewerb gewinnen – auch ein dünner oder unregelmäßig gewachsener Scoby kann wunderbaren Kombucha produzieren. Die Bakterien und Hefen vermehren sich mit jedem Braudurchgang weiter, und der Scoby wird dicker und stabiler. Gib ihm einfach etwas Zeit.
Baby-Scoby: Wann und wie kann ich ihn verwenden?
Mit jedem Braudurchgang bildet sich auf der Oberfläche des Ansatzes ein neuer Scoby. Zuerst siehst du eine dünne, glibbrige Schicht – das ist dein Baby-Scoby. Wenn er ungefähr 1 cm dick ist und nicht mehr durchscheinend wirkt, kannst du ihn abtrennen und für einen eigenen Ansatz verwenden. Wichtig: Immer zusammen mit ca. 10 % Ansatzflüssigkeit verwenden.
Den Baby-Scoby kannst du mit einem sauberen, rostfreien Messer oder einer Küchenschere teilen. Den originalen Fairment-Scoby kannst du nach 20 Durchgängen in Rente schicken – bis dahin hast du genug Nachwuchs gezogen.
Wie oft kann man den Scoby wiederverwenden?
Mit jedem Braudurchgang nimmt die Vitalität des Scobys ein wenig ab. Nach etwa 20 Durchgängen empfehlen wir, auf einen der zwischenzeitlich entstandenen Baby-Scobys umzusteigen. Das Gute: Wenn du regelmäßig braust, hast du bis dahin längst mehrere Ableger, die bereit sind.
Muss ich den Scoby vor dem neuen Ansatz abwaschen?
Nein – das ist weder notwendig noch immer sinnvoll. Ab und zu kannst du ihn kurz mit Wasser abspülen, aber auf keinen Fall mit Seife. Die natürliche Schicht auf dem Scoby enthält wertvolle Bakterien, die du nicht einfach abwaschen möchtest.
Was mache ich mit meinem Kombucha, wenn ich in den Urlaub fahre?
Das hängt davon ab, wie lange du weg bist:
Kürzere Pause (bis ca. 3–4 Wochen): Setze den Teepilz ganz normal mit frischem Zuckertee an und lass ihn einfach stehen. Wenn du zurückkommst, ist der Kombucha sehr sauer – aber der Scoby ist quicklebendig und du kannst sofort wieder loslegen.
Längere Pause: Lege den Scoby in ein sauberes Glas mit etwas Ansatzflüssigkeit und stelle ihn in den Kühlschrank – das sogenannte Scoby-Hotel. Im Kühlschrank verlangsamt sich die Fermentation stark. Die Flüssigkeit kann mit der Zeit etwas verdunsten – einfach mit kaltem, gezuckertem Tee nachfüllen.
Wie lange ist der Teepilz haltbar?
Wir deklarieren unsere Teepilze mit einem MHD von 3 Monaten – aber selbst danach sind sie in der Regel noch voller Leben. Entscheidend ist, dass der Scoby immer in ausreichend Flüssigkeit schwimmt und nicht austrocknet. Selbst nach 5 Monaten im Glas kann er noch problemlos verwendet werden – gib ihm beim ersten Ansatz danach einfach etwas mehr Zeit, um wieder in Schwung zu kommen.
Was kann ich mit überschüssigem Scoby machen?
Wenn du mehr Scobys hast als du ansetzen kannst, gibt es viele kreative Möglichkeiten: als Gesichtsmaske, als Dünger für Pflanzen oder sogar in der Küche – manche verwenden ihn für Bouletten oder Jerky. Und natürlich kannst du deinen Ableger einfach an Freunde oder Familie weitergeben und sie für das Fermentieren begeistern.