Was ist Kombucha & wie setze ich ihn an?Aktualisiert an hour ago
Was ist Kombucha?
Kombucha ist ein fermentiertes Erfrischungsgetränk, das aus gesüßtem Schwarz- oder Grüntee und einer lebendigen Kombucha-Kultur hergestellt wird. Diese Kultur besteht aus zwei Teilen: dem Scoby (einem gummiartigen Teepilz, der aus Bakterien und Hefen besteht) und der Ansatzflüssigkeit – also bereits fertigem Kombucha aus dem vorherigen Ansatz. Beide zusammen verwandeln den gesüßten Tee durch Fermentation in ein leicht säuerliches, prickelndes Getränk.
Der Fermentationsprozess baut einen Großteil des Zuckers ab und produziert dabei organische Säuren, Enzyme und geringe Mengen Alkohol und Kohlensäure. Genau das macht Kombucha zu dem, was er ist.
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Was ist der Unterschied zwischen Kombucha und Jun?
Kombucha und Jun sind sich sehr ähnlich – beide entstehen durch Fermentation mit einem Scoby. Der Hauptunterschied: Kombucha wird mit normalem Zucker angesetzt und ist damit vegan, Jun hingegen traditionell mit Honig. Außerdem wird Jun klassischerweise immer mit grünem Tee hergestellt, während Kombucha meist auf Schwarztee-Basis gebraut wird.
Die Ansatzflüssigkeit – warum ist sie so wichtig?
Die Ansatzflüssigkeit ist mindestens genauso wichtig wie der Teepilz selbst. Sie senkt den pH-Wert des Ansatzes sofort ab und schützt ihn so vor unerwünschten Keimen. Außerdem bringt sie die notwendigen Bakterien und Hefen mit, die die Fermentation erst in Gang setzen.
Beim ersten Ansatz verwendest du die mitgelieferte Ansatzflüssigkeit aus unserem Set. Ab dem zweiten Ansatz nimmst du einfach ca. 10 % deines fertigen Kombuchas als Starter – das sind 100 ml auf 1 Liter Gesamtmenge. Mit der mitgelieferten Menge kannst du übrigens 3–5 Liter Kombucha herstellen.
Unseren Teepilz versenden wir direkt in einer Tüte mit Ansatzflüssigkeit, damit er frisch und aktiv bei dir ankommt.
Welcher Tee eignet sich?
Klassisch wird Schwarz- oder Grüntee verwendet – beide liefern die Nährstoffe (vor allem Stickstoff), die die Kultur braucht. Alternativ eignen sich auch Rooibos- oder Hibiskustee, da beide ebenfalls stickstoffreich sind und gut funktionieren.
Kräutertees sind nur für wenige Brauvorgänge geeignet: Die meisten wirken leicht antibiotisch und schwächen die Kultur langfristig. Für ein oder zwei Ansätze ist es möglich, aber auf Dauer solltest du immer wieder zu echtem Tee zurückwechseln.
Welcher Zucker ist geeignet?
Die Kombucha-Kultur braucht echten Haushaltszucker (Saccharose). Xylit, andere Zuckeralkohole oder ausschließlich Traubenzucker bzw. Fruchtzucker funktionieren nicht – sie können die Kultur aus dem Gleichgewicht bringen oder dauerhaft schädigen. Stell dir vor, du würdest auf eine Nulldiät gesetzt: Ein paar Tage übersteht die Kultur das, auf Dauer nicht.
Optimale Temperatur
Kombucha fühlt sich am wohlsten bei 23 °C – ideal ist ein Bereich von 22–26 °C. Bei niedrigeren Temperaturen fermentiert er langsamer, bei wärmeren schneller. Beide Extreme sind kein Weltuntergang, aber extreme Hitze oder Kälte kann die Kultur schwächen.
Bei schwankenden Raumtemperaturen helfen im Winter eine stromsparende Heizplatte oder ein Platz nahe der Heizung. Im Sommer bieten sich kühlere Speisekammern oder ein schattiger Platz an.
Kann ich kleinere Mengen ansetzen?
Ja – wenn du z. B. nur 1,5 Liter ansetzen möchtest, kannst du trotzdem den kompletten Teepilz verwenden und einfach die halbe Menge Ansatzflüssigkeit nehmen. Der Kombucha ist dann meist etwas schneller fertig – probiere daher schon nach etwa 5 Tagen, ob er dir schmeckt.
Woran erkenne ich, dass die Fermentation gestartet ist?
Wer ein Glasgefäß verwendet, kann den Prozess gut beobachten: Ab dem dritten Tag sollte sich auf der Oberfläche eine dünne, helle Schicht gebildet haben – das ist dein neuer Baby-Scoby. Außerdem werden braune Hefestränge sichtbar, die sich an Scoby und Gefäßwand ansammeln. Je wärmer es ist, desto schneller geht alles voran.
Kohlensäure erzeugen
Kohlensäure entsteht am besten durch eine Zweitfermentation: Fülle den fertigen Kombucha in geschlossene Bügelflaschen, gib optional etwas Fruchtsaft oder Zucker hinzu und lass ihn 1–3 Tage bei Raumtemperatur stehen. Danach in den Kühlschrank – und beim Öffnen sprudelt er.
Flaschen mit Kronkorken sind weniger geeignet, da bei sehr hohem Druck Explosionsgefahr besteht. Bügelflaschen sind sicherer, aber auch hier gilt: Täglich kurz öffnen, um den Druck zu prüfen.
Kann ich Leitungswasser verwenden?
Gefiltertes Wasser ist ideal, da Chlor im Leitungswasser die Kultur beeinflussen kann. Wenn du keinen Filter hast, funktioniert normales Leitungswasser in den meisten Fällen aber auch – du kannst es einfach ausprobieren.
Kann ich frische Kräuter, Blüten oder Früchte hinzufügen?
Ja, das ist besonders bei der Zweitfermentation beliebt. Natürliche Zutaten bringen zusätzliche Aromen und Nährstoffe mit – die Bakterien nehmen diese auf und machen sie besser verfügbar (höhere Bioverfügbarkeit). Beliebte Kombinationen sind z. B. Ingwer & Zitrone, Himbeere oder Holunderblüte.